Zu den Arbeitsproben

Ich mag es, Ereignissen einen eigenen Ausdruck zu geben. Kamera und Tastatur sind mir dazu die liebsten Gestaltungsmittel. Schauen oder lesen Sie in einige Projekte der letzten Jahre hinein, die ich in Bild und Text für Kunden oder Arbeitgeber festgehalten habe. Haben Sie Interesse an Infos zu anderen Projekten? Gern nenne ich Ihnen weitere Referenzen oder sende Ihnen weitere Arbeitsproben zu.

Über Essen schreiben

Werte Weltöffentlichkeit, ab sofort bin ich in Sachen Foodpoesie beruflich unterwegs!

Ich schreibe wöchentlich eine Kolumne mit Restauranttipps für das Forum Wochenmagazin, das seit dem 23. Oktober nicht mehr nur im Saarland, sondern auch mit einer eigenen Berlin-Ausgabe erscheint. So richtig und in echt auf Papier! Die geschätzte Kollegin Susanne Wolkenhauer ist meine Qualitätsbegleitung an der Kamera, auch das ist mir eine große Freude. Wir werden Hochglanz!

Nun empfehle ich Ihnen in meiner ersten Berliner Lebensart-Kolumne Gastronomie Grenzenlos ganz offiziell das beinah eben so frische Restaurant Begur mit seiner Cuina Catalana am Weigandufer in Neukölln. Gefühlt kurz vorm Estrel Hotel gelegen, aber eigentlich mitten in der vielleicht schon gar nicht mehr so neuen Neuköllner Gastronomieszene, in der es sicher künftig noch so einige Lokale auszuprobieren gibt.

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Die Bettina-Tasche

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Arbeitsmaterialien der Working Woman des 19. Jahrhunderts: die Notebooktasche von Bettina von Arnim. Die Schriftstellerin hatte zwar noch Feder, Kreide und Nähnadeln dabei, aber das Format ist schon 1a tabletoptimiert. Ich hatte die Freude, im Lieblingskulturschlösschen in Wiepersdorf eine Nachbildung des Originals von Hofbuchbinder A. Mossner / Berlin abzulichten.

Die Buchbinderin Waltraud Zinßer aus Darmstadt sah die grüne Ledertasche 2009 in einer Sonderausstellung im Goethehaus/Freien Deutschen Hochstift in Frankfurt, war begeistert und baute sie als 1:1-Modell aus Karton mit Stoff nach. Eh voilà! Ich habe mir das Modell im Achim und Bettina von Arnim Museum in Wiepersdorf angeschaut.

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Annunziata

Jazz meets Gesang meets Tagebuch. In der Kammeroper „Annunziata“ vertont die Sängerin Gina Schulte am Hülse die Tagebuchaufzeichnungen ihrer früh verstorbenen Mutter, der Schauspielerin Carola Goldschmidt, aus den Jahren 1947 bis 1949. In der ehemaligen Stasi-Abhörstation in der Mittelstraße, gegenüber der früheren amerikanischen Botschaft in Berlin, singspricht Gina zu Freejazz-Klängen die Texte. Die Künstlerin Luise Czerwonatis bereichert den Ort mit Installationen und so entsteht in den einst geheimen, getarnten und nun ziemlich abgeblätterten und „übriggebliebenen“ Räumen, Höfen und Durchgängen ein ganz spezifisches Raum-Klang-Kunstwerk.

Abschied von der Familie Schroffenstein

Durch meine ganz persönliche Brille der Kommunikationschefin und Theaterbegeisterten gesehen: das einmalige deutsch-polnische Theaterprojekt „Die Familie Schroffenstein“ nach Heinrich von Kleist, das im Oktober 2012 im Rahmen der Kleist-Festtage in Frankfurt (Oder) aufgeführt wurde. Ich habe das Projekt mehrere Monate lang im Entstehen begleitet und in Text und Bild subjektiv interpretiert. Hier lesen Sie das Resümee einer neunteiligen Artikelserie.

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Die Premierenkaltgetränke sind getrunken, die ersten und zweiten Eindrücke haben sich gesetzt. Die zwischen Euphorie und Verzweiflung schwankende Befindlichkeit hat sich nach dem Gelingen des großen Abenteuers wieder auf Normalmaß eingepegelt. Jetzt heißt es Abschiednehmen von der ganzen Familie Schroffenstein. Von diesem besonderen Projekt zu den Kleist-Festtagen 2012, einer der raren, aufwändigen Eigenproduktionen im Kleist Forum, einer deutsch-polnischen zudem. Abschiednehmen von den Schauspielern, vom ganzen Team.

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Wenn Jahreszeiten heiraten

Auf der Messe Hochzeit 2012 im Kleist Forum Frankfurt (Oder) waren florale Kreationen der Hingucker – ein Brautkleid ganz aus Blättern oder die vier Jahreszeiten als Bräute im Komplett-Blumenschmuck. Kurzum: Das Ganze war ein Fest für Fotografen!


Topographie des Terrors

Aufschreiben, um sich seiner selbst und der eigenen Position gewahr zu werden. Das habe ich nach dem Besuch in der Berliner Topographie des Terrors gemacht. Denn die Dokumentation über die zentralen Schaltstellen nationalsozialistischen Terrors ist harter Stoff in jeder Hinsicht.

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Ich lasse mich von der Bedeutungshaftigkeit vor dem Schreiben beinah lähmen. Aber nur beinah. Denn: Die Topographie des Terrors, da muss jedes Wort sitzen, das ist ein ernsthaftes Thema. Stimmt vollkommen, ist ernsthaft. Soll mich aber nicht am Schreiben hindern. Zumal ich auf unerwartetem Wege zum Besuch der Dauerausstellung und einer sehr guten, englischsprachigen Führung kam. Mein türkisches studentisches „Patenkind“ von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) hatte in ihrem Cultural Lectures-Kursus davon gehört. Auch ich war noch nie in der 2010 eröffneten Ausstellung, obwohl ich ständig am Abgeordnetenhaus vorbeifahre.

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Männer, die in Mauern stecken

Normalerweise beschäftige ich mich eher mit Oberirdischem. Doch wenn sich die Gelegenheit bietet, exklusiv in den Berliner Untergrund und mitten ins 17. Jahrhundert hineinzuschauen, stehe ich als Zuschauerin gern mit an der Grabungskante. Auf Archäologisch kann das Grabungsleiterin Anja Grothe gewiss präziser beschreiben – ich habe meine Impressionen und unsere Faszination in Text, Bild und im Sendung-mit-der-Maus-Stil festgehalten.

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Unlängst konnte ich Freunden von außerhalb etwas Besonderes bieten: Männer, die in Mauern stecken. Eine Besichtigung der archäologischen Grabung am ehemaligen Großen Jüdenhof an der Grunerstraße. Genauer gesagt: Eine Exklusivführung mit der Archäologin Anja Grothe, links, die die Grabung leitet. Sie kann so ziemlich alles zwischen Schließen und Schnallen, Scherben und Artefakten, Knochen und Waffen und was da sonst noch so im Untergrund herumliegen mag, auch für Nicht-Wissenschaftler höchst anschaulich erklären. Das durfte ich bereits bei der Ausstellung 1636 – ihre letzte Schlacht über eine entscheidende Schlacht im Dreißigjährigen Krieg in der Nähe von Wittstock/Dosse erfahren. Anja Grothe hat uns nun auch mitten in der Berliner Mitte anhand von Fundstücken und der eigenen Vorstellungskraft auf eine spannende Reise in die Stadtgeschichte mitgenommen.

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Musikfesttage an der Oder 2012

Schön, wenn man zum Team gehört – da darf man auch dort fotografieren, wo alle Anderen die Kamera ausgeschaltet lassen müssen. Bei den „lauten“ Konzerten der Musikfesttage an der Oder 2012 habe ich die Kamera ins Foyer vom Kleist Forum mit hinuntergenommen. Und bei den Konzerten der stimmgewaltigen Pascal von Wroblewsky mit der Big Band des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt und dem des singenden Rabbiners Walter Rothschild und seiner Minyan Boys fotografiert. Klar, dass ich beim Schlussapplaus für die jungen Musiker des Orchesters vom Tschaikowsky-Konservatorium, dirigiert von Wolfgang Engels, auch in der Konzerthalle nicht an mich halten konnte.

Ovids Traum

Manchmal finden mich die Fotos von selbst. So wie an diesem heißen Sommerabend auf dem Tempelhofer Feld, als die Kamera einfach so in der Tasche steckte: Theater, große Gesten, große Bilder und eine einzigartige Stadtkulisse. Und eine der schwierigsten Lichtsituationen überhaupt – Dunkelheit mit starken Lichtflecken. Ein Glück, dass sich die SchauspielerInnen oft sehr gemessen bewegten und die  manchmal etwas stofftapetenartige Optik sehr gut die Nachtstimmung transportierte.

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Es ist wohl kaum einen besseren Ort als das Tempelhofer Feld vorstellbar, um einen der heißesten Abende des Sommers 2013 angenehm zu verbringen. Und es konnte kaum eine bessere Idee geben als den Besuch von Ovids Traum – Im Garten der Wandlungen. So wie Ovid in seinen Metamorphosen die Verwandlungen von Menschen oder nicht ganz so wichtigen Gottheiten in Bäume, Steine oder Pflanzen beschreibt, interpretieren die Tänzerinnen und Sprecherinnen vom Theater Anu verschiedene Geschichten zwischen Rasen, Bäumen, Picknickstellen und Basketballkörben am Biergarten auf dem Parkgelände. Hier sehen Sie Maike Möller-Bornstein als Prokne in der wahrhaft blutrünstigen Rachegeschichte um die Schwestern Prokne und Philomela, die sich in Vögel verwandeln.

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